MOveMENT
Katja Münker Berlin
movement-muenker@web.de

2014                                                                                                                                   

©Münker

TAKE US FOR A WALK - (DE‑)SYNCHRONIZING MOVEMENT     

Workshop + Symposium      October 20 – 26, 2014     

Whether walking together or on our own, we are always synchronizing and desynchronizing: swinging limbs, adjusting muscle tone, heartbeat, breathing… Our bodies are defined by a multiplicity of rhythms, which permanently influence each other. If we look closer into the seemingly simple movement of walking, we discover a rich polychronicity and various forms of mutual attunement. In a five-days workshop, an open-air performance, and a two-days symposium, artists and scholars from different fields will explore the dynamics of walking in respect to rhythmical self-organization. Which are our techniques, our cultures, our ecologies, our politics of walking?

VIDEO:

THE OBJECT CANNOT COMPETE WITH AN EXPERIENCE by Hamish Fulton

TAKE US FOR A WALK was a collaboration between: DFG-Schwerpunktprogramm “Ästhetische Eigenzeiten” + Freie Universität Berlin, Institut für Theaterwissenschaft; Zentrum für Bewegungsforschung; Universität der Künste Berlin; Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin; Tanzfabrik Berlin; Hochschule für Schauspielkunst “Ernst Busch” at Uferstudios Berlin.

 

©Kramer

paces & traces     choreographic research on walking

mit Katja Münker & AREAL_artistic research lab Berlin   

in Kooperation mit dem Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT) und der Tanzfabrik Berlin (TF)
 
AREAL_artistic research lab Berlin ist eine Netzwerkinitiative von 11 Künstlerinnen und Künstlern mit forschungsorientierten, transdisziplinären Arbeitsansätzen im Bereich Tanz und Performance. 2009 gegründet und in Berlin beheimatet, besteht AREAL seit 2011 in Kooperation mit der Tanzfabrik.
 
In diesem Open Studio gibt Katja Münker als Mitglied von AREAL Einblicke in ihre aktuellen Studien von kompositorischen Grundbegriffen im Akt des  Gehens anhand von praktischen Experimenten und Scores.  Im Vordergrund stehen: Rhythmen, Geschwindigkeiten, Raumwege und Richtungen. Ihr Interesse gilt dabei besonders den Fragen, wie eine so repetitive, simple und relativ gleichförmige Bewegung wie das Gehen unterschiedliche Körperlichkeiten und damit einhergehend unterschiedliche Erfahrungen hervorbringen kann, wenn sich die oben genannten Grundgrößen ändern, und wie (Selbst-)Organisation in kollektiven Gehsituationen geschieht. Daran anknüpfend wird sie mit ihren KollegInnen ihre Arbeit im Kontext von artistic research reflektieren und zur Diskussion stellen.
 
Gehen ist die gebräuchlichste körperliche Fortbewegungsart des Menschen und immer weit mehr als nur ein Ortswechsel: Es ist eine existenzielle Aktion zur Erfahrung und Erkenntnis des Selbst und der Welt, ein sozialer, kommunikativer und gestalterischer Akt. Im Gehen entwickelt sich ein akkumulatives, informiertes Handeln und Sein, das aus dem aktuellen Geschehen entsteht. Unabhängig davon in welchem Kontext wir gehen, ist dieses komplexe Geschehen stark definiert und gleichzeitig vollkommen offen. Es bedarf Planung, Anpassung und Improvisation und bewegt sich zwischen Setzung und Instant Composition. Die lebendig entstehende Komposition aus Orten, Verläufen und Körpern, aus Aktion und Stille ist einzigartig und immer spezifisch.
 

2013                                                                                                                                    

©Kocar

GEHEN         

Performance Installation          

ada / Berlin  5. Oktober 2013           

Seit 2011 befasse ich mich mit dem Gehen als choreografisches Material, als choreografische Praxis und Performance-Format. 2012 habe ich sowohl eine 2,5 monatige Alpenquerung unternommen, als auch im Rahmen des Tanzstipendiums das Gehen als somatisch-choreografische Methode untersucht. Im ada zeige ich Ausschnitte meiner Forschung und Performance-Praxis. Im Gehen ist der Tanz schon vorhanden, im Gehen ist Tanz direkt (mit)teilbar sind Grundannahmen, die mich dabei begleiten.
 
 

©Kramer

AREAL göffnet mit AREAL_Artistic Research_Lab Berlin     

Ausufern  31. August 2013      

 

 

©Münker

ZUSAMMENKOMMEN. ZUSAMMEN  GEHEN.     23.-25.8.2013                        

Auch wenn nicht alle Menschen gehen, um sich fortzubewegen, ist Gehen eine der Grundgrößen menschlichen Daseins. Der dauerhafte, aufrechte Gang kann sogar als Definitionsmerkmal dienen, will man den Menschen von anderen Spezies unterscheiden. Die Praxis des Gehens rückt immer wieder in den Fokus anthropologischer und kulturwissenschaftlicher Forschungen. Aber auch in den Künsten ist Gehen spätestens seit den 60er Jahren ein wichtiger Gegenstand der Untersuchungen.

Das Symposium lädt KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen ein, ihr Wissen über und durch das Gehen zu teilen. Der Kulturwissenschaftler Ralph Fischer referiert über das Gehen in seinen anthropologischen und performance-wissenschaftlichen  Dimensionen, Katja Münker lädt TeilnehmerInnen zu einem ihrer Feldenkrais-Walks ein und Marialena Marouda zeigt drei Studien über das Gehen. Darüber hinaus soll in Diskussionen Gehen als Alltags- und künstlerische Praxis ausgelotet werden. Weitere Referenten sind geplant.

Kuratiert von Martin Nachbar

in den Sophiensaelen Berlin